Die Zahl der Herztoten im öffentlichen Raum ist in Deutschland 10 Mal höher als die der Verkehrstoten auf unseren Straßen. Diese Menschen im Notfall durch einen schnell erreichbaren und leicht einsetzbaren AED (Automatischer Externer Defibrillator) zu retten, ist Ziel des Projekts „Herzsicheres Möhringen“. Seine Mitarbeitenden betreuen das AED-Netz im Stadtbezirk und koordinieren die Schulung der Bevölkerung auf diesem Rettungsgerät.

Claus Schweigert

Ich bin Ihr Ansprechpartner für den laufenden Betrieb des Projekts „Herzsicheres Möhringen“ und für die Schulungskoordination. Wenn Ihnen Außergewöhnliches an unseren Defibrillatoren im Stadtbezirk auffällt oder Sie Fragen zur Schulung haben, melden Sie sich bitte unter der Handynummer 0172 8766717

Hans-Ulrich Ebertshäuser

Ich bin Ihr Ansprechpartner für grundsätzliche Fragen des Auf- und Ausbaus unseres AED-Netzes, für Möglichkeiten der Unterstützung und des Sponsorings vom Projekt „Herzsicheres Möhringen“. Sie erreichen mich unter der Telefonnummer 50 49 93 59.

Hier können Sie mehr über diese Initiative fürs Leben erfahren. Themenauswahl:

° Ausgangssituation

° Start mit Partner

° Netzaufbau

° Schulung

° Wartung

° Ortung

Ausgangssituation

Weil jedes Menschenleben zählt. Initiativ fürs Leben im Kampf gegen Herztod. Mehr als jährlich 100 000 Betroffene retten – die Ausgangssituation

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, nicht nur bei herzkranken Menschen (vgl. 2020: dagegen nur 2.724 Verkehrstote!) Gesunde jeden Alters, auch Sportler, sind gefährdet!

Bis Rettungskräfte eintreffen, müssen beherzt handelnde Laien im Ernstfall sofort aktiv werden, durch Herzdruckmassage und durch Einsatz eines AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator). Nur so können Leben gerettet werden. Nur so kann die hohe Todesrate gesenkt werden!

Dafür ist die Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit von AEDs deutschlandweit genauso wichtig wie die permanente Breitenausbildung der Bevölkerung, damit jede/r im Ernstfall kompetent einsatzfähig ist.

Defi im Vorraum der BW-Bank
Initiative fürs Leben – Start mit Partner

Außenwandmontage

Der Hinweis, dass AEDs schon etlichen Menschen das Leben gerettet haben, bestärkte den Vorstand der Initiative Lebensraum Möhringen (ILM) nach vielen Diskussionen in der Absicht, sich auf diese Notfallrettung einzulassen. Als Initiative fürs Leben soll die ILM Möhringen herzsicher machen, mit einem erfahrenen Partner an der Seite, der Björn-Steiger-Stiftung (BSS).

Seit über einem halben Jahrhundert setzt sich die BSS mit dem Aufgabenschwerpunkt „Kampf dem Herztod“ ein für ein bundesweit flächendeckendes AED-Netz und für die Gewöhnung der Öffentlichkeit an diese Geräte. So wurden Städte und Landkreise wie der Bodenseekreis und der Kreis Freudenstadt schon herzsicher gemacht.

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Herzsicheres Möhringen – Netzaufbau

Nachdem dann die ILM-Mitgliederversammlung im Sommer 2020 beschlossen hat, das Projekt „Herzsicheres Möhringen“ zu gründen, wird nun das AED-Netz im ganzen Stadtbezirk aufgebaut.

Bei der Suche von Standorten und Sponsoren sind wir auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen. Zwischenzeitlich sind AEDs an sieben Standorten eingerichtet (Stand April 2021).

Weitere vier Geräte stehen kurz vor der Installation. Da sich die Entscheidungsprozesse teilweise über ein halbes Jahr hinziehen, konnten weitere Vorhaben trotz wohlwollender Unterstützung noch nicht verwirklicht werden.

So wird der Ausbau des bisherigen Netzes stetig vorangehen und hat teilweise die Grenze des Stadtbezirks überschritten.

Das ILM-Projekt „Herzsicheres Möhringen“ ist ganzheitlich angelegt. Das bedeutet, dass die eigentliche Arbeit nach der Einrichtung eines AED-Netzes mit der Wartung und Schulung beginnt.

Dabei geht es um drei Stichworte, um Schulung, Wartung und Ortung. Ein Projektleiter, der diese Aufgaben wahrnimmt, steht in den „Startlöchern“.

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Schulung

Besonders die Breitenausbildung der Bevölkerung muss in Möhringen vorbereitet werden durch die Schulung von Lebensrettern in jedem Lebensalter. Der AED ist selbsterklärend und somit kinderleicht in der Anwendung.

5 altersentsprechende Lehrpakete und –programme der BSS stehen zur Verfügung:

> In Kindergärten und Kita’s zeigt die Handpuppe RITTER BJÖRN, wie Kinder anderen helfen können und sich selbst in gefährlichen Situationen verhalten sollen.

> In der Grundschule sensibilisiert der Plüschkobold SANI-SANELLI die Kinder für Notfälle. Altersgerechte Erste-Hilfe-Schulungen befähigen sie, situationsgerecht zu reagieren und ggf. Leben zu retten.

> Und für weiterführende Schulen werden interessierte Lehrer/innen in Reanimation ausgebildet. Sie sollen selbständig alle Schüler im Programm RETTEN MACHT SCHULE mit der im Lehrplan für die 7. Klasse vorgesehenen Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Hilfe eines Trainingsdefibrillators an Übungspuppen vertraut machen.

> Zur Schulung von Erwachsenen ist die Zusammenarbeit mit Rettungsorganisationen, besonders mit den Johannitern vorgesehen, die im Stadtteil Fasanenhof den Sitz ihrer Landeszentrale haben.

In speziellen kostenfreien Kurseinheiten zur Reanimation werden sie die Bevölkerung mit Einsatz eines Defibrillators regelmäßig schulen und so die Schwellenängste im Umgang mit dem AED senken.

> Das Programm HELDEN. RETTEN. LEBEN. ist eine Initiative zur Laien-Reanimation am Arbeitsplatz mit kompakten Schulungsinhalten, die ein unersetzlicher Grundpfeiler für das betriebliche Gesundheitsmanagement von Firmen ist.

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Wartung

Jeder AED soll jederzeit einsatzbreit sein. Die Funktionsfähigkeit muss überprüft werden. Leere Akkus müssen ausgetauscht werden. Dafür ist eine regelmäßige Sichtkontrolle notwendig und wurde schon vereinbart.

Erfahrungen der BSS belegen, dass AEDs wider Erwarten kaum entwendet werden, obwohl sie öffentlich zugänglich sind. Der Respekt vor diesem nicht billigen Gerät ist groß. Es könnte ja sein, dass es zum Einsatz am eigenen Körper gebraucht werden müsste… Verschwindet trotzdem ein AED, so wird er umgehend ersetzt.

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Ortung

Damit der nächstgelegene AED im Bedarfsfall schnell gefunden werden kann, wird eine AED-Standortkarte erstellt werden, die in die bundesweite BBS-App eingespeist wird und auf den Webseiten der ILM und anderer Möhringer Organisationen erscheint. Analog sollen an zentralen Orten Möhringens Info-Tafeln darauf hinweisen.

Zusätzlich zu den schon bestehenden AEDs (DEKRA, Polizeiposten und Volksbank Möhringen) hat die ILM in Partnerschaft mit der BSS bis jetzt an folgenden Standorten AEDs installiert (Stand 6/2021):

BW-Bank Fasanenhof, Europaplatz 22a

BW-Bank Möhringen, Filderbahnstr. 21

BW-Bank Garbe, Filderhauptstr. 155

Landhaus-Apotheke Möhringen, Vaihinger Str. 20

Laralex-Apotheke Fasanenhof, Eichäcker 6, rechts neben Apothekeneingang

Anne-Frank-Realschule, Hechingerstr. 73, 1.OG Wand Lehrerzimmer

Bonhoeffer-Gemeindehaus Fasanenhof, Bonhoefferweg 14

Waldheim Möhringen, Weidach Gewann 8

Generationenhaus Sonnenberg, Laustr. 15

Weitere Standorte werden folgen.

Standorte der Defibrillatoren in Google-Maps

Standorte in Möhringen:

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Für Rückfragen zum laufenden Betrieb des Projekts „Herzsicheres Möhringen“ und zur Schulung ist der Projektleiter Claus Schweigert zuständig, für Grundsatzfragen, Sponsoring und Fragen der Erweiterung durch weitere Standorte und der Unterstützung Hans-Ulrich Ebertshäuser.

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Falls Sie Rückfragen oder Vorschläge zur Unterstützung des ILM-Projekts haben, wenden Sie bitte sich an

Hans-Ulrich Ebertshäuser

juhu@ebertshaeuser.de

Tel: 0711 – 5049 9359