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Bundeskongress der Nachwanderer

Rita Dormann, 01.Juni 2012

Rita Dormann aus unserer Nachtwanderergruppe ist dabei gewesen. Auf ihrem Weg in ihren wohlverdienten Urlaub hat Rita Dormann, die Initiatoren der Nachtwanderergruppe der ILM am 30.4.2012 beim Bundeskongress der Nachtwanderer in Konstanz einen Zwischenhalt gemacht. Dort waren 70 Teilnehmer aus drei Nationen zum Erfahrungsaustausch zusammen gekommen. Über die Geschehnisse bei dem Treffen informiert die nachstehende Presseinformation der Nachtwanderergruppe aus Konstanz-Kreuzlingen.


Pressetext zum Kongress:

Erst seit zwei Jahren bestehen die von Gaby Weiner und Maria Peschers gegründeten Nachtwanderer in Konstanz und Kreuzlingen. Sie sind am Wochenende dort unterwegs, wo Jugendliche sich treffen und verstehen sich als deren Ansprechpartner. Dabei achten Sie auf die Privatsphäre der Jugendlichen: Respekt und Vertrauen sind ihnen im Umgang besonders wichtig. Wenn es nötig ist, helfen sie Jugendlichen, Konflikte zu lösen, bevor diese eskalieren. 

In Konstanz-Kreuzlingen sind die Nachtwanderer als Ehrenamtliche der AWO angegliedert. Es war mutig, als so junge Gruppe das Bundestreffen zu organisieren. Immerhin kamen Abordnungen aus 19 Städten, darunter ein starkes Team aus Bremen, wo 2oo4 erstmals auf deutschem Boden Nachtwanderer liefen.

Die Moderation der Work-Shops wurde von Maja Bailer und Sabine Bretschneider ebenso routiniert wie einfühlsam bewerkstelligt. Mehrere Ziele wurden parallel verfolgt: Neu gegründete Gruppen erhielten Starthilfe; unterbesetzten Gruppen wurden Tipps zur Mitgliederwerbung geliefert; über allem stand die Frage der bundesweiten Organisation. Diese Vorarbeiten flossen ein in die Etablierung von fünf überregionalen Arbeitsgruppen. Abschließend wurden Daniela Koranda (Konstanz) und Lasse Berger (Bremen) zu Bundeskoordinatoren gewählt.

Als Glücksfall entpuppte sich die Anwesenheit von 5 dänischen „Nachtraben“. Die Geschichte klingt wie ein Märchen: Erik Thorsted, der Vorstandsvorsitzende der größten Versicherung Dänemarks, wollte in seinem Leben noch mal etwas Anderes machen. Er überzeugte seinen Aufsichtsrat, dass es sinnvoller und obendrein kostengünstiger sei, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen als immer nur Schäden zu regulieren. Das war 1998. Heute bestehen die Nachtraben aus 261 Gruppen in Dänemark, Grönland und auf den Faröern. 63 ehrenamtliche Trainer schulen jedes Jahr 2.ooo neue Nachtraben, die auch erst mal gefunden werden müssen. Thorsted ist Direktor jener Stiftung, die das alles aufgebaut hat und am Laufen hält.

Am Samstagabend wurden alle angereisten Nachtwanderer von Bürgermeister Kurt Werner und Stadtammann Andreas Netzle im Konstanzer Hafen begrüßt. Dann gingen sie in 11 Gruppen die Konstanzer Brennpunkte ab. Die Jugendlichen staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass extra wegen ihnen Nachtwanderer aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark gekommen waren.